Ausstellungen
7. Biennale in Shanghai
Erarbeitet von einem internationalen Kuratorenteam (Zhang Qing, Julian Heynen und Henk Slager) traf auf dieser Biennale Westkunst (verstanden im weitesten Sinne) diametral auf chinesische Kunst. Eigentlich eine spannende Situation, die jedoch differenziert zu betrachten ist. Insbesondere westliche Besucher – seien es nun die zahlreichen „flying curators“ und „flying critics“ oder auch die im Rahmen der zeitgleich stattgefundenen Shanghaier Kunstmesse angereisten Kunstfreunde – zeigten sich irritiert von der platten, plakativen Bildlichkeit vieler chinesischer Arbeiten.
Entre deux actes – Loge de comédienne
25.07.09 - 11.10.09 Kunsthalle Baden-Baden: Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Garderobe einer Schauspielerin mit dem Titel „Entre deux actes (loge de comédienne)“, ein Interieur von Janette Laverriere aus dem Jahre 1947. Laverrière gestaltet seit mehr als sieben Jahrzehnten Möbel und Spiegelobjekte, die in Frankreich längst zu musealen Ehren gekommen und heute untrennbar mit der Geschichte des modernen französischen Designs verbunden sind.
Martin Walde gelingt es seit Jahren mit einer unverwechselbaren, innovativen Praxis, den Ausstellungsbesucher in seine dynamischen Installationsprozesse mit einzubeziehen. Seit seiner Teilnahme an Catherine Davids documenta X (1997) ist Martin Walde international bekannt. Seine Arbeiten haben den Begriff von Skulptur an die Front der Materialformung vorangetrieben. Das Konzept, Skulptur als Verhalten im Raum anzusehen, ist durch zahlreiche Werke – von Franz Erhard Walther bis Erwin Wurm – mittlerweile durchgesetzt.
In & Out of Amsterdam: Travels in Conceptual Art, 1960–1976
19.07.09 - 05.10.09 Museum of Modern Art, New York: In & Out of Amsterdam considers the cross-influences between Dutch and American art scenes, examining artists’ new mobility through their use of maps, posters, mail art, and artist publications. Many works also deal with notions of travel and displacement through drawings, photography, installations, and films. As a group these pieces helped broaden the definition of sculpture, demonstrating that it was no longer bound to a physical form but could exist as an idea in the mind of the viewer.
Die biacs3 in Sevilla. Zum dritten Mal feiert die andalusische Kapitale ihren Auftritt in der von Stadt- und Standortmarketing regierten Biennale-Landschaft. Wieder mit einem prominenten Ausstellungsmacher an der Spitze. Nach Harald Szeemann, der 2004 die Premiere der Bienal de Arte Contemporáneo kuratierte, war zwei Jahre später mit Okwui Enwezor ein weiterer documenta-Macher verantwortlich für die größte Biennale zeitgenössischer Kunst in Spanien. Zwar kein Ex-documenta-Chef, wohl aber ein unschlagbarer Kenner der internationalen Medienkunst und nicht zuletzt auch ein Künstler leitet die biacs3: Peter Weibel, Direktor des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe.
Der Printemps de Septembre ist wohl der einzige Frühling, der im September stattfindet. Dieses Jahr hat der Leiter des Mamco in Genf, Christian Bernard, die künstlerische Leitung übernommen und auch in der nächsten Saison wird er dem Festival seinen Stempel aufdrücken. Ein Großteil der Künstler, die er eingeladen hat lebt oder arbeitet in der Schweiz. Auch wenn das Festival an Internationalität eingebüßt hat, ist er dabei geblieben möglichst viele verschiedene Kunstformen zu zeigen, so sind neben der Fotografie und den Videoinstallationen diesmal auch wieder Performances vertreten und ein diesjähriger Schwerpunkt liegt auf der Malerei.
Auf ihrer paneuropäischen Wanderung ist die Manifesta nun in den Alpen angekommen. In der norditalienischen Region Trentino/Südtirol, um dort Ihrer Gründungsphilosophie getreu ein weiteres Stück Europa in seiner psychischen und geografischen Eigenheit zu erschließen. Vier Orte bespielt die siebte Ausgabe der Manifesta auf diesem zentralen Terrain des alten und natürlich des neuen Europas. Sie „manifestiert“ schließlich junge Kunst und heißt nicht documenta. Und wieder inszeniert sich die nomadisierende Mammutschau durch multiple Autorenschaft, wobei gleich mehrere Kuratorenteams verantwortlich zeichnen – und dies mit einer sehr speziellen Pointe.
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