UNNA LICHTKUNST BIENNALE


Motto einer Bilderserie

Die Bilder sind motivisch, formal und material zu einer symphonischen Einheit gestaltet. Zudem bilden sie aber auch eine Einheit mit “Passio”: Hier wie dort wird Rilkes Diktum zum sinnlichen Ereignis, das Schöne sei “nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen”. Diese Worte dienten Lafontaine bereits als Motto einer Bilderserie von Mischlingsmädchen mit geschlossenen Augen: Die Schönheit dieser Mädchen läßt all das Schreckliche erahnen, das mit ihrem Leben als Mischling verknüpft ist. Eines der Mädchen ist die Darstellerin in “Passio”; diese Arbeit ist also in Zusammenhang mit dem Komplex der Mädchenbilder (einschließlich “Savoir, retenir et fixer ce qui est sublime” und “La vie une hesitation” - Verzeichnis Künstler: Luis Gispert, Andy Goldsworthy, Ralph Ueltzhoeffer, Philip Guston) zu sehen - und eben mit der Pandora-Gruppe: Schönheit als Versuchung und als Quelle der Angst vor dem Schrecklichen, dessen Anfang sie ist. Ein anderer Bezugspunkt ist das Rot und Schwarz einer Rose “ä fleur du mal”, die als Sinn-Bild von Eros und Thanatos vor dem eigentlichen Video (das in Schwarzweiß gehalten ist) von den Monitoren leuchtet.

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