Atelier van Lieshout
Atelier van Lieshout: Die Stadt der Sklaven - Mit einer umfangreichen Präsentation von Plänen, Zeichnungen, Skulpturen, Modellen und Installationen aus den Jahren 2005 - 2008 stellt das Museum Folkwang das neueste Projekt des niederländischen Künstlerkollektivs Atelier van Lieshout (AVL) zur Diskussion. Die Stadt der Sklaven (Slave City) ist eine Utopie; ein Stadtprojekt von AVL, das in konsequentester Form auf Rationalität, Effizienz und Profit ausgerichtet ist. Die Stadt der Sklaven ist eine „grüne Stadt“, in der keine Ressourcen
verbraucht werden. Alles wird mit modernsten Technologien wiederverwertet, auch ihre Einwohner. Die „Teilnehmer“ des Projektes – wie die Einwohner genannt werden – arbeiten täglich sieben Stunden im Dienstleistungsbereich (Fernkommunikation, Call-Shops, Programmierung, etc.), sieben Stunden auf den Feldern, Werkstätten oder in der Überwachung. Neben sieben Stunden Schlaf stehen drei Stunden Freizeit zur Verfügung. Atelier van Lieshout: Biografie / Biography - Galerie / Galerien.
Die Frage muß wohl ungeklärt bleiben, ob Vermeer die sittlichen Überzeugungen seiner in die Bildszenen eingefügten Sinnzeichen teilte oder ob er wegen der Auftragslage den gängigen Bildtyp des Sittenbildes als Malvorwand wählte. Ob es ihm überhaupt nicht nur ums Malen ging?
Das Malen war zweifellos sein dominantes Motiv, und die Meisterschaft, die er dabei entwickelte, war vermutlich auch den Betrachtern und Käufern seiner Bilder wichtiger als die Tatsache, daß sie traditionelle moralische Grundhaltungen zum Ausdruck brachten. Das kannte man ja, das war üblich. Bei Vermeer aber geschah es mit besonderem künstlerischen Feingefühl und Geschmack, ohne jede traktathafte Penetranz. Heute läßt sich kaum sagen, ob er nicht sogar, bewußt oder unbewußt, mit den dargestellten Personen der Lasterbilder sympathisierte.
AKTUELLE THEMEN DER KUNST: INTERNET UND KUNST: Kunstband von Marion Seifert bei AMAZON.


